Mittwoch, 29. September 2010

Interkulturelles Training oder wie kann man mit Ausländern umgehen..

Tag II - Lust auf Kommunikation

8 Uhr.. nicht genug Zeit für ein richtiges Frühstück. Ich möchte lieber ins Bett, statt meine naße Schuhe anzuziehen. Trotzdem habe es wieder geschaffen pünktlich zu sein. (Etwas ganz Ungewöhnliches für mich!!!) Die U-Bahn.. und 15 Minuten später im Hochschulbüro für Internationales. Wieder regnet es, aber im Gebäude ist es warm und gemütlich und etwas sehr Angenehmes erwartet mich. Statt des einerleien "Guten Morgen" oder "Hallo" habe ich ein paar Küsse und Umarmungen bekommen. So ein toller Anfang des Tages! Leider war der Tag ein bisschen langweilig..

Unsere Trainerin ist sehr gut.. eigentlich eine der Besten, die ich kenne... und ich habe schon an vielen internationalen Projekten teilgenommen. So ehrlich gesagt habe ich viel Erfahrung auf diesem Gebiet. Es lässt sich nicht leugnen, dass der Workshop sehr interessant und nützlich für die Leute war, die zum ersten Mal mit diesem Thema umgehen. Die meisten Teilnehmer hatten die Möglichkeit echt vieles Nutzen daraus zu ziehen und wahrscheinlich werden ihre neuen Kenntnisse auch in realen Situationen anwenden. Ich bin der Meinung, dass der Workshop sehr gut aufgeteilt war.. es gab verschiedene Themen und genug Pausen. Man konnte alles durch den Kopf ziehen. Die Teamarbeit erlaubte uns noch ein bisschen die Menschen in der Gruppe kennenzulernen. Unterschiede und Gemeinsamkeiten zu finden war es gar nicht so leicht wie es scheint zu sein. Aus verschiedenen "Points of view" zu sehen.. eine Stellung zu besetzen.. verschiedene Wege in der Kommunikation mit den anderen Menschen zu finden waren die Ziele und die Gruppe hat sie erfolgreich erreicht.

Trotzdem bleibe ich skeptisch.. Meine Erfahrung nach einem Jahr Sozialarbeit zeigt, dass nichts hilft, wenn der Mensch selbst nicht kommunizieren möchte. Man soll die Motivation haben an eine neue Gesellschaft anzupassen und das ist nie leicht. In einer interkulturellen Gesellschaft zu leben ist auch nicht leicht, aber es ist leicht zu versuchen. Die Theorie ist gut, aber dadurch sieht alles in schwarz und weiß aus.. und das Leben bietet uns viele Nuancen an.

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